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Zahnarztpraxis Zahnarztpraxis Schramm
STUTTGART HOHENHEIM
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DIENSTAG 8.00–13.00 & 13.00–19.00
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Nachhaltigkeit steht ganz oben

Zahnheilkunde

 

Hier finden Sie einen Überblick über unsere Leistungen zur Diagnostik und Therapie von Zahn-und Zahnfleischerkrankungen.

 

Chirurgie

Wir bieten Ihnen die komplette
Bandbreite der oralen Chirurgie an:

  • Zahn- und Wurzelrestentfernung
  • Wurzelspitzenamputationen
  • Weisheitszahnentfernung
  • Parodontalchirurgie
  • Zahnhalsdeckungen

Mit Hilfe unseres OP-Mikroskops können wir schonende,
minimalinvasive Eingriffe durchführen.

Füllungstherapie

Zum Wohle Ihrer Gesundheit können wir heute auf Amalgam verzichten
und Füllungen aus Kunststoff (Composite), Keramik oder Gold anfertigen.

 

Direkte Füllungstherapie

Im Rahmen einer minimalinvasiven Füllung (maximale Schonung der Zahnhartsubstanzen) und für mehr Ästhetik legen wir zahnfarbene Füllungen aus einem lichthärtenden Kunststoff mit Keramikpartikeln (Composite) in Mehrschicht- und dentinadhäsiver Technik. Während der Verarbeitung isoliert ein Spanngummi (Kofferdam) den Zahn gegen Feuchtigkeit. Dies sorgt für eine deutliche Qualitätssteigerung und damit eine längere Haltbarkeit der Füllung.

Sind Sie in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert, so sieht diese als Standardversorgung eine Amalgamfüllung vor. Durch Zuzahlung können Sie jedoch die ästhetischere und zahnschonendere Versorgung mit Kunststoff erhalten. Ihre Krankenkasse erstattet Ihnen in diesem Fall die Kosten der Amalgamfüllung. Dieser Betrag wird Ihnen bereits vor der Rechnungsstellung abgezogen, sodass Sie nur den „Restbetrag“ begleichen müssen.

Eine Amalgamfüllung „zum Nulltarif“ ist natürlich trotzdem weiterhin erhältlich.

Indirekte Füllungstherapie

In Zusammenarbeit mit einem zahntechnischen Labor können wir auch größere Zahndefekte mithilfe von Keramik oder Gold in Form von Inlays versorgen.

um so früher, umso besser

Kinderprophylaxe

Damit Hänschen schon lernt, was Hans später mühsam lernen müsste, legen wir sehr viel Wert auf die Betreuung „unserer“ Kinder.

 

 

 
 
 

Kinderzahnheilkunde

 
 

Die Behandlung unserer kleinen Patienten liegt uns besonders am Herzen. Je früher Ihr Kind bei uns positive, d. h. angstfreie Situationen erlebt, desto besser für sein weiteres „Zahnarztleben“.
Angefangen von Früherkennungsuntersuchungen über die Prophylaxe bis hin zu angstfreien zahnärztlichen Eingriffen bieten wir sämtliche Leistungen kindgerecht an.

Wir möchten nicht nur Ihre Kinder, sondern auch Sie als Eltern durch eine kind- und altersgerechte Betreuung mit dem Ziel „Keine Angst vorm Zahnarzt“ unterstützen. Gerade die ersten Kontakte sind entscheidend für den weiteren angstfreien Umgang Ihres Kindes mit seinem Zahnarzt.

Es ist daher wichtig, die Kleinen frühzeitig und spielerisch an die Umgebung und die Behandlungssituation im Allgemeinen sowie die

Instrumente, Gerüche und Geräusche im Besonderen zu gewöhnen – im besten Fall ohne „Behandlungsbedarf“, sprich: noch vor der ersten Karies!

Auch Sie können einiges dafür tun, dass Ihr Kind den Besuch bei uns in der Praxis positiv erlebt: Nehmen Sie Ihr Kind zu Ihren eignen regelmäßigen Kontrolluntersuchungen mit. Schon dadurch lernt es uns und unsere Tätigkeit (Gerüche, Geräusche usw.) besser kennen.
Darüber hinaus ist es wichtig, dass Sie Ihrem Kind gegenüber Begriffe wie Angst, Schmerzen, Spritze oder Bohrer vermeiden.
GANZ WICHTIG: Setzen Sie einen möglichen Besuch beim Zahnarzt bitte nie als Drohmittel ein! Schließlich soll Ihr Kind lernen, den Praxisbesuch neben anderen alltäglichen Dingen wie z. B. dem Einkaufen einzuordnen.

 

0-3 Jahre:

1. Früherkennungsuntersuchung

Mit Erscheinen des ersten Milchzahns, meist im Alter von sechs Monaten, ist der Zeitpunkt für den ersten kurzen Besuch bei uns gekommen. Nun ist eine Ansteckung mit kariesauslösenden Bakterien möglich! Deshalb beginnt die Zahnpflege bereits mit dem ersten Milchzahn. In dieser ersten Sitzung werden auch Sie als Eltern oder betreuende Person über adäquate Mundhygienemaßnahmen bei ihrem Kind aufgeklärt.

 

2. Früherkennungsuntersuchung

Der Zeitpunkt des zweiten Zahnarzttermins sollte mit dem Erscheinen der Milchbackenzähne zusammenfallen (mit ca. zwei Jahren). Wir kontrollieren, ob alle Zähne altersgerecht angelegt sind und ob sich Anzeichen für ein erhöhtes Kariesrisiko finden. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass Sie die Zahnpflege Ihres Kindes begleiten. Natürlich werden

3-6 Jahre:

Halbjährliche Routineuntersuchungen

Das Milchgebiss ist nun komplett. Auch wenn im Zahndurchtritt Ruhe eingekehrt ist, sollten die Zähne Ihres Kindes mindestens einmal im Jahr, besser noch halbjährlich, kontrolliert und gereinigt werden. Weiterhin gilt es, das Kind mit diesen „Routineuntersuchungen“ an die Situation im Behandlungsstuhl zu gewöhnen.

Im Fokus stehen hierbei neben der „Suche“ nach Karies und Zahnfehlstellungen, etwa durch ausgiebiges „Schnullern“, auch die Beratung der Eltern zu einer adäquaten Zahnpflege und zahngesunden Ernährung.

 

 

6-18 Jahre:

Einmal im Kalenderhalbjahr (also zwei Mal pro Jahr) hat Ihr Kind nun Anspruch auf die Individualprophylaxe für Kinder und Jugendliche (IP), die von den gesetzlichen Krankenkassen wie auch den privaten Krankenversicherungen übernommen wird.

Die IP umfasst die Anleitung zur richtigen Zahnpflege. Dazu gehören das Anfärben der Zähne zum „Sichtbarmachen“ der häuslichen Mundhygiene und deren Defiziten, die Reinigung der Zähne von Zahnstein und Plaque sowie die Fluoridierung der Zähne. In einigen Fällen kann zur Kariesprophylaxe auch eine Versiegelung der Kauflächen der bleibenden großen Backenzähne mit Kunststoff nötig sein.

 

Füllungstherapie bei Kindern

Bei unseren kleinen Patienten kommen dieselben Füllungswerkstoffe zum Einsatz wie bei den „Großen“. Im Milchgebiss führen wir ausschließlich amalgamfreie Restaurationen durch. Ist ein Milchzahn großvolumig zerstört, lässt sich das „Loch“ auch durch Stahlkronen schließen.

 

Wurzelkanalbehandlung bei Kindern

Wie bei den bleibenden Zähnen ist auch bei den Milchzähnen prinzipiell eine Wurzelkanalbehandlung möglich. Allerdings ist dies von einigen Faktoren abhängig, ganz besonders von der Mitarbeit des kleinen Patienten.

Zahnentfernungen bei Kindern

Sollte es doch einmal nötig sein, einen Zahn zu entfernen, so erfolgt dies selbstverständlich unter Lokalanästhesie. Dabei kann die Einstichstelle vor dem „Pieks“ mit einem Oberflächenanästhetikum unempfindlicher gemacht werden, sodass der Zahn ruhig „einschlafen“ kann …

Weisen auch Sie Ihr Kind schon im Vorfeld darauf hin, dass so während der Behandlung nur ein Druckgefühl spürbar ist und bereiten Sie es außerdem darauf vor, dass es hören kann, wie der Zahn aus dem Zahnbett gehoben wird – dabei knarzt und knackt es natürlich ein wenig!

 

Zahnfehlstellungen

Fallen uns Zahnfehlstellungen auf, die sich vermutlich nicht einfach „auswachsen“, empfehlen wir Ihnen den Gang zum Facharzt: dem Kieferorthopäden.
 Wir arbeiten eng mit einigen kieferorthopädischen Praxen in der Umgebung zusammen.

 

 

Parodontologie
(Zahnfleischbehandlungen)

Gesundes Zahnfleisch ist fest und rosa. Krankes, entzündetes Zahnfleisch hingegen ist dunkelrot, blutet leicht und riecht zuweilen unangenehm. Zahnfleischbluten, -schwellungen und -rötungen sind erste Anzeichen für eine Zahnfleischentzündung, aus der sich eine Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodontitis) entwickeln kann, die in fortgeschrittenem Stadium zu Zahnlockerungen oder gar Zahnverlust führen kann.

Unsere Aufgabe ist es, diese Erkrankung bereits im Frühstadium zu erkennen und zu behandeln, um Zahnlockerungen oder gar -verluste zu verhindern.


Parodontitisbehandlung

Da es sich bei Parodontitis um eine hauptsächlich bakteriell verursachte Krankheit handelt, steht bei einer Therapie die Ausdünnung, bestenfalls die Eliminierung des Bakterienbefalls im Vordergrund. Diese erfolgen in den meisten Fällen durch eine mechanische Reinigung bzw. die Beseitigung harter und weicher Beläge (Biofilm, Zahnstein, Konkremente) an Zahn-und Wurzeloberflächen.

Die Parodontitisbehandlung gliedert sich in drei Abschnitte:

 

2. Mechanische Wurzelglättung

Innerhalb von 24 Stunden werden alle Zahnfleischtaschen respektive Wurzeloberflächen von Biofilm und/oder Konkrementen gereinigt, die Wurzeln geglättet. Dies erfolgt unter Lokalanästhesie schonend durch Ultraschall, Handinstrumente sowie Pulverstrahl und Politur.

 

1. Vorbehandlung:

In zwei Sitzungen im Abstand von zwei bis drei Wochen werden die Zähne von harten und weichen Belägen oberhalb des Zahnfleisches befreit. Begleitend wird der Patient hinsichtlich seiner häuslichen Mundhygienemaßnahmen angeleitet und unterstützend motiviert. Im Zuge der Vorbehandlung kann die Entnahme eines Abstriches aus den infizierten Zahnfleischtaschen sinnvoll sein.

DNS-Test/Abstrich
Bei einer chronischen und/oder besonders aggressiven Parodontitis können die verantwortlichen Keime im Labor per DNS-Test bestimmt werden, sodass eine individuell abgestimmte Therapie mit Antibiotika mit deutlich höheren Erfolgsaussichten möglich wird. Die Antibiotikatherapie erfolgt dann zeitgleich mit der mechanischen Wurzelglättung.

3. Nachsorge

Nach einer Parodontitistherapie sind regelmäßige Prophylaxesitzungen in der Praxis sowie eine gute häusliche Mundhygiene besonders wichtig, um einen dauerhaften Behandlungserfolg zu gewährleisten.
Wir unterstützen Sie gerne bei der Wahl des richtigen Nachsorge-/Recall-Intervalls und der geeigneten Hilfsmittel zur Zahnpflege.


Korrekturen im Zahnfleischverlauf/Rosa Ästhetik

Durch das gewollte Zurückziehen (Gesundschrumpfen) des Zahnfleisches während und nach der Heilung kann es zu Beeinträchtigungen kommen.

 

1. Freiliegende Zahnhälse

Liegen Zahnhälse frei und sind diese über lange Zeit sehr empfindlich gegenüber Kälte, lässt sich dieser Zahnhals durch eine kleine chirurgische Maßnahme decken.

2. Unharmonischer Zahnfleischverlauf

Hat sich das Zahnfleisch in kosmetisch sichtbaren Bereichen stark zurückgezogen und wirkt der Zahnfleischsaum an diesen Stellen dadurch unregelmäßig, sind kosmetische Zahnfleischoperationen zur Harmonisierung möglich.

 

Knochenaufbau

Prinzipiell können wir im fortgeschrittenen Stadium einer Parodontitis mithilfe mikrochirurgischer Eingriffe zerstörtes Zahnfleischgewebe und Knochen wieder aufbauen. Die Erfolgsaussichten des Knochengewinns sind allerdings individuell zu beurteilen und abzuklären.

Zahnersatz (Prothetik)

Hat ein Zahn einen zu großen Defekt für eine Füllung oder fehlen gar ein Zahn bzw. mehrere oder alle Zähne, bedarf es eines laborgefertigten Zahnersatzes.

In Zusammenarbeit mit unseren Partnern in den zahntechnischen Labors sind wir in der Lage, für jede Situation, jeden Geschmack und jeden Geldbeutel einen entsprechenden Zahnersatz anzufertigen. In einem ausführlichen Beratungsgespräch finden wir gemeinsam mit Ihnen die richtige Lösung und erarbeiten einen Behandlungsplan, der sämtliche Einzelschritte bis zur Wiederherstellung umfasst. Eine Aufstellung der geschätzten Kosten ist dabei selbstverständlich.

 

Alterszahnheilkunde
(Geriatrische Zahnheilkunde)

Infolge der steigenden Lebenserwartung, der demographischen Entwicklung und der damit wachsenden Zahl älterer Menschen rücken Aspekte der Alterszahnheilkunde immer mehr in den Mittelpunkt unserer Praxis. Gefragt ist hierbei ein ganzheitlicher Behandlungsansatz, der den gesamten Gesundheitszustand der älteren bis sehr alten Patienten erfasst. Hierbei ist häufig auch ein interdisziplinäres Vorgehen (Behandlung in Absprache mit anderen Fachärzten, z. B. Kardiologen) notwendig.

Um den Ansprüchen unserer Senioren gerecht zu werden, hat sich Dr. Daniela Schramm 2011 dem Curriculum der geriatrischen Zahnheilkunde gewidmet. Seit ihrem erfolgreichen Abschluss ist dieses Fachgebiet auch einer ihrer Tätigkeitsschwerpunkte.

Da unsere Praxis leider nicht barrierefrei ist – unsere Patienten müssen sieben Stufen überwinden – bieten wir Ihnen an, Sie auch zuhause, im Seniorenheim oder auf der Pflegestation zu untersuchen. Ob dann eine weitere Behandlung vor Ort, in der Praxis oder eventuell in einer Klinik vorgenommen werden kann oder muss, entscheiden wir stets ganz individuell.

 

 

Wurzelkanalbehandlung
(Endodontie)

Kein Zahnersatz ist so verträglich wie die eigenen Zähne!

Deshalb versuchen wir stets, die natürlichen Zähne im Mund zu erhalten, auch dann, wenn sie bis in den Nervbereich erkrankt sind und daher einer sehr umfangreichen Behandlung bedürfen. Solche Maßnahmen sind zwar aufwendig, aber sie helfen dabei, Ihre eigenen Zähne zu erhalten! Bei einer Wurzelbehandlung wird der erkrankte und entzündete Zahnnerv entfernt. Die Behandlung erfolgt unter lokaler Anästhesie und ist praktisch schmerzfrei.

Zwei Dinge sind dabei von Bedeutung: Zum einen müssen möglichst alle Wurzelkanäle penibel gesäubert werden, zum anderen ist eine komplette, bakteriendichte Füllung dieser Kanäle bis zur Wurzelspitze die Grundvoraussetzung für den dauerhaften Erhalt des Zahns. Aufgrund der komplexen Wurzelkanalanatomie sind bei einer gewissenhaften Wurzelbehandlung vor allem viel Zeit und die entsprechende Technik gefragt. Dabei müssen zahlreiche Behandlungsschritte eingehalten werden.

Wurzelkanalrevision

Hat eine Wurzelkanalbehandlung nicht das gewünschte Ergebnis erbracht, sprich: das Abheilen des entzündlichen Knochendefektes an der Wurzelspitze, oder bestehen gar Beschwerden, so kann die Wurzelkanalbehandlung erneut durchgeführt werden (Revision). Das Ziel dieser Revision ist es, das Wurzelkanalsystem von altem Füllungsmaterial, Zement und Bakterien zu befreien sowie eventuell vorhandene zusätzliche Wurzelkanäle oder andere Bakterienreservoirs zu reinigen. Diese Arbeitsschritte führen wir meist unter Zuhilfenahme unseres OP-Mikroskops durch.

 

Mikroskop

Mithilfe unseres Mikroskops können wir schwierige Wurzelkanalgegebenheiten einsehen und therapieren. Angezeigt ist diese Behandlung vor allem bei zusätzlichen „versteckten“ Wurzelkanälen, abgebrochenen Wurzelkanalinstrumenten, Revisionen „alter“ Wurzelkanalbehandlungen sowie Perforationen und deren Deckung.

CMD/Knirscherschienen

Ihre Wangen sind verspannt?

Sie haben oft Kopf-oder Gesichtsschmerzen? Die Mundöffnung ist nicht wie gewohnt? Es knackt bei der Mundöffnung vor den Ohren? Dann leiden sie möglicherweise an Bruxismus bzw. einer CMD.

Bruxismus
Jeder Mensch reagiert anders auf übermäßigen Stress. Manche Personen bekommen eine Erkrankung im Magen-/Darmbereich, andere eine Herz-/Kreislauferkrankung (z. B. Bluthochdruck), wieder andere pressen oder knirschen mit den Zähnen, wovon etwa 10 % bis 20 % der Bevölkerung betroffen sind. Emotionaler Stress und psychische Anspannungen sind die Hauptursachen für dieses in der Fachsprache als Bruxismus bezeichnete Phänomen. Wer auf Stress reagiert, indem sie „die Zähne zusammenbeißt“ bzw. „sich durchbeißt“ betreibt sozusagen „Bodybuilding“ der Kaumuskeln ohne „Stretching“ – und überstrapaziert seine Kiefergelenke. Neben Stress spielen auch andere Faktoren wie schlafbedingte Atmungsstörungen, Genussmittelmissbrauch (Alkohol, Nikotin) und einige Medikamente bei der Ausprägung von Bruxismus eine Rolle. Von den nächtlichen Aktivitäten seines Kauorgans bekommen die Betroffenen in der Regel nichts mit. Oft merken sie erst an den Folgen der nächtlichen Attacken, dass etwas nicht stimmt.

Durch den enormen Druck den wir mit unseren Kiefermuskeln aufbauen können am Morgen Kopf und Kiefer schmerzen. Nicht immer müssen die Muskeln schmerzen. Der Körper kann kurzzeitige „Verspannungsphasen“ sehrwohl kompensieren. Hier sieht man meistens die Folgen an den Zähnen. Das Mahlen reibt die Kauflächen ab. Es entstehen „Schlifffacetten“ an den Zahnhöckern. Zudem können sich feine Linien im Schmelz bilden, sogenannte Schmelzrisse, und die Zahnhälse können überempfindlich werden. Weiterhin kann ohne Entlastung die dauerhafte Überanstrengung der Muskulatur über einen längeren Zeitraum dazu führen, dass sich die Muskeln nach und nach verhärten oder vergrößern. Es entstehen kleine schmerzhafte Knötchen, das Zusammenspiel zwischen Muskeln und Gelenken ist gestört. Zudem kann sich die Kieferposition insgesamt verändern, was entzündliche oder degenerative Prozesse im Kiefergelenk hervorrufen kann. Eine CMD ist die Folge.

CMD
CMD ist die Abkürzung für Cranio-Mandibuläre Dysfunktion. Gerne wird dies umgangssprachlich auch als Kiefergelenkserkrankung bezeichnet. Die CMD beschreibt eine Funktionsstörung des Zusammenwirkens der Zähne, Kaumuskeln und Kiefergelenke. Normalerweise funktionieren diese gemeinsam als „Kauorgan“. Bei CMD funktioniert dieses Zusammenspiel nicht mehr, daher der Begriff „Dysfunktion“ oder manchmal auch „Dysbalance“

 

 

 

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

1. Am Anfang steht die Selbstbeobachtung
Es ist wichtig, dass der Betroffene sensibler für auch tagsüber auftretende Phasen des Pressens und Knirschens wird. Wer sich selbst beobachtet, wird sich vielleicht dabei ertappen, dass er in manchen Situationen die Zähne aufeinander presst. Bereits durch diese Selbstbeobachtung kann man die Häufigkeit des Pressens und Knirschens verringern.

2. Untersuchung/Funktionsdiagnostik
Am Beginn der Untersuchung steht eine klinische Funktionsanalyse. Hierbei wird in einer sehr gründlichen, schmerzlosen Untersuchung Ihr gesamter Kiefer- und Kopfbereich untersucht. Sofern sich im Rahmen dieser klinischen Funktionsanalyse bestätigt, daß der CMD-Verdacht begründet war ermöglichen zusätzliche Untersuchungen die Absicherung der Ergebnisse.
Dazu gehören die zahnärztliche instrumentelle Funktionsanalyse sowie die Anfertigung eines MRTs zum Ausschluss von Tumoren sowie zur Beurteilung von Struktur- und Lageveränderungen des Gelenkknorpels. Hierfür überweisen wir sie an eine Röntgenpraxis.

3. Schienentherapie
Am Anfang steht in vielen Fällen die gezielte Behandlung mit Aufbißbehelfen und speziell konstruierten „Knirscherschienen“ (Fachbegriff: „Okklusionsschienen“).
- hier kommen i.d.R. individuell angefertigte Relaxationsschienen zum Einsatz, welche die Zähne in korrigierter Kiefergelenksposition so abstützen, dass die Kiefer wieder entspannt aufeinander ruhen können.
Da sich die Kieferpositionen im Laufe jener Behandlung anpassen, ist es unverzichtbar, dass wir die Schienen regelmäßig kontrollieren und in ihrer Position behutsam angepasst werden.

 

4. Physiotherapie
In bestimmten Fällen sollte zusätzlich eine physiotherapeutische Behandlung erfolgen, um den Effekt der zahnärztlichen Behandlung zu unterstützen. Diese Kombinationsbehandlung ermöglicht die gezielte Behandlung der Kiefermuskulatur sowie die manuelle Entlastung der Kiefergelenke – bei Bedarf sogar eine Streckung. Bei orthopädischen Einflüssen als Cofaktor der Entstehung von CMD trägt die physiotherapeutische Behandlung zur Korrektur der eigentlichen Ursachen bei.

5. Andere Fachrichtungen
Orthopäde: In manchen Fällen sollte zudem eine konsiliarische orthopädische Untersuchung und gegebenenfalls Mitbehandlung erfolgen, damit Ursachen etwa aus dem Bereich des Halteapparates rechtzeitig erkannt und mit behandelt werden.

6. Mentale Coaches
Eine andere Ursache für das Zähneknirschen und Pressen liegt im seelischen Bereich. Unsere Zeit ist von großen Unsicherheiten und Veränderungen geprägt, hier darf man sich auch gerne helfen lassen. Häufig hilft dabei schon ein Untersuchungs- und Beratungstermin bei einem Psychotherapeuten, um die Zusammenhänge aufzudecken und verständlich zu machen und Strategien zur Abhilfe zu entwickeln.

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